Glossar: Webhosting-Begriffe verständlich erklärt

Domain, SSL, Java, WordPress: Wer eine Webseite betreibt, stolpert ständig über Fachbegriffe. Hier erklären wir die wichtigsten so, dass man sie ohne IT-Studium versteht.

Backup

Ein Backup ist eine Sicherungskopie Ihrer Webseite und Ihrer E-Mails. Klingt banal, ist aber der Unterschied zwischen einem Ärgernis und einer Katastrophe. Wenn ein Update schiefgeht, jemand versehentlich Inhalte löscht oder die Seite gehackt wird, spielt man das Backup ein und alles ist wieder da. Ohne Backup fängt man von vorne an. Bei uns laufen Sicherungen automatisch und regelmäßig im Hintergrund, ohne dass Sie daran denken müssen. Wichtig ist dabei, dass Backups getrennt von der eigentlichen Webseite gespeichert werden. Eine Sicherung, die auf demselben Server liegt wie die Seite selbst, hilft wenig, wenn genau dieser Server ausfällt.

Cache

Ein Cache ist ein Zwischenspeicher, der Webseiten schneller macht. Die Idee: Warum soll der Server eine Seite bei jedem Aufruf komplett neu zusammenbauen, wenn sich am Inhalt seit dem letzten Besucher nichts geändert hat? Stattdessen wird das fertige Ergebnis zwischengespeichert und beim nächsten Aufruf direkt ausgeliefert. Caching gibt es an mehreren Stellen gleichzeitig: im Browser des Besuchers, auf dem Server und bei WordPress zusätzlich über Plugins. Richtig eingesetzt, macht ein Cache eine Seite spürbar schneller, was Besucher und Google gleichermaßen honorieren. Die Kehrseite kennt jeder, der schon einmal eine Änderung an seiner Webseite gemacht hat, die einfach nicht sichtbar wurde: Dann liefert irgendein Cache noch die alte Version aus. In solchen Fällen hilft es, den Cache zu leeren, und falls das nicht reicht, sind wir nur einen Anruf entfernt.

Domain

Die Domain ist Ihre Adresse im Internet, zum Beispiel it-host.de. Sie besteht aus dem frei wählbaren Namen und der Endung, etwa .de, .com oder auch .koeln. Domains werden nicht gekauft, sondern registriert: Sie zahlen eine jährliche Gebühr und die Domain gehört so lange Ihnen, wie Sie sie verlängern. Genau da liegt eine der häufigsten Stolperfallen: Wird die Verlängerung verpasst, ist die Domain irgendwann frei und kann von jedem anderen registriert werden. Für einen Betrieb, dessen E-Mail-Adressen und Webseite an dieser Domain hängen, ist das ein echtes Problem. Deshalb übernehmen wir die Verwaltung und Verlängerung für unsere Kunden mit. Ein Wechsel des Anbieters ist übrigens jederzeit möglich, das nennt sich Domain-Transfer und läuft über einen Autorisierungscode, den sogenannten Auth-Code.

DNS (Domain Name System)

Das DNS ist so etwas wie das Telefonbuch des Internets. Computer finden sich untereinander über Zahlenreihen, die IP-Adressen. Menschen merken sich aber lieber Namen wie it-host.de. Das DNS übersetzt zwischen beiden Welten: Wer it-host.de in den Browser eintippt, bekommt vom DNS die IP-Adresse des zuständigen Servers genannt und landet dort. In den DNS-Einstellungen einer Domain steht auch, welcher Server die E-Mails entgegennimmt. Deshalb ist das DNS bei jedem Umzug einer Webseite der entscheidende Hebel, und deshalb sollte man dort nur ändern, was man versteht. Oder es jemanden machen lassen, der das täglich tut.

IMAP & POP3

IMAP und POP3 sind die beiden Verfahren, mit denen Ihr Mailprogramm E-Mails vom Server abholt. Der Unterschied ist im Alltag wichtiger, als die kryptischen Namen vermuten lassen. Bei POP3 werden E-Mails auf Ihr Gerät heruntergeladen und in der Standardeinstellung vom Server gelöscht. Das war praktisch, als jeder Mensch genau einen Computer hatte. Heute, wo dieselben E-Mails auf dem Bürorechner, dem Laptop und dem Smartphone verfügbar sein sollen, führt POP3 schnell zu Chaos: Was auf einem Gerät gelesen oder beantwortet wurde, fehlt auf den anderen. IMAP löst genau das, denn dabei bleiben die E-Mails auf dem Server und alle Geräte zeigen denselben Stand. Gelesen ist überall gelesen, beantwortet ist überall beantwortet. Für praktisch alle unsere Kunden richten wir deshalb IMAP ein. Der einzige Punkt, den man dabei im Blick behalten muss, ist der Speicherplatz des Postfachs, denn der füllt sich über die Jahre. Auch dabei helfen wir, bevor es eng wird.

Java

Java ist eine Programmiersprache, die seit Mitte der 1990er Jahre existiert und bis heute zu den meistgenutzten Sprachen weltweit gehört. Das Grundprinzip: Java-Programme laufen nicht direkt auf dem Betriebssystem, sondern in einer eigenen Laufzeitumgebung, der Java Virtual Machine. Dadurch funktioniert dasselbe Programm ohne Anpassungen unter Windows, Linux und macOS. Das Motto der Sprache lautete von Anfang an „write once, run anywhere", also einmal schreiben, überall ausführen.

Java steckt heute vor allem in großen Geschäftsanwendungen: in Banksoftware, Warenwirtschaftssystemen, Android-Apps und den Backends vieler großer Plattformen. Auch in der Wissenschaft und Technik hat Java eine lange Tradition, etwa für Berechnungswerkzeuge und Simulationen, vom Rechnen mit komplexen Zahlen bis zur Darstellung von Smith-Diagrammen in der Hochfrequenztechnik. Diese Domain hat übrigens selbst Geschichte in dem Bereich: Unter it-host.de wurden früher frei verfügbare Java-Tools für genau solche technischen Berechnungen angeboten.

Für klassisches Webhosting spielt Java allerdings kaum eine Rolle. Firmenwebseiten, Blogs und Shops laufen fast immer mit PHP, nicht mit Java. Java-Anwendungen brauchen einen eigenen Anwendungsserver und deutlich mehr Ressourcen, weshalb sie eher auf dedizierten Servern zu Hause sind als im normalen Webhosting. Wichtig ist vor allem eines: Java und JavaScript sind trotz des ähnlichen Namens zwei völlig verschiedene Sprachen. Der Name war in den 1990ern schlicht eine Marketing-Entscheidung.

JavaScript

JavaScript ist die Programmiersprache des Browsers und damit die Sprache, die praktisch jede moderne Webseite nutzt. Alles, was sich auf einer Seite bewegt oder auf Klicks reagiert, ohne dass die Seite neu lädt, ist in aller Regel JavaScript: aufklappende Menüs, Bildergalerien, Formulare, die Eingaben sofort prüfen, interaktive Karten. Der Code wird mit der Webseite ausgeliefert und läuft direkt auf dem Gerät des Besuchers, nicht auf dem Server.

Mit Java hat JavaScript trotz des Namens nichts zu tun. Die Sprache wurde 1995 bei Netscape entwickelt und bekam ihren Namen aus Marketinggründen, weil Java damals in aller Munde war. Technisch sind die beiden so verwandt wie Ente und Entenhausen. Inzwischen läuft JavaScript über die Laufzeitumgebung Node.js auch auf Servern, für die typische Firmenwebseite bleibt aber die klassische Rolle im Browser entscheidend.

Für Sie als Seitenbetreiber ist vor allem eines relevant: JavaScript sollte sparsam eingesetzt werden. Jede zusätzliche Bibliothek macht die Seite langsamer, und Ladezeit ist sowohl für Besucher als auch für Google ein Rankingfaktor. Eine gute Firmenwebseite braucht erstaunlich wenig JavaScript, ein Menü, vielleicht eine Galerie, und das war es oft schon.

PHP

PHP ist die Programmiersprache, in der der größte Teil des Webs geschrieben ist. WordPress, die Basis von weit über einem Drittel aller Webseiten weltweit, besteht aus PHP. Im Gegensatz zu JavaScript läuft PHP auf dem Server: Wenn ein Besucher eine Seite aufruft, baut PHP die Seite zusammen und schickt das fertige Ergebnis an den Browser. Für Seitenbetreiber wichtig: PHP gibt es in Versionen, und alte Versionen erhalten irgendwann keine Sicherheitsupdates mehr. Eine Webseite, die jahrelang auf einer veralteten PHP-Version läuft, ist ein Sicherheitsrisiko. Zu einem ordentlich gepflegten Hosting gehört deshalb, dass die PHP-Version aktuell gehalten und die Webseite rechtzeitig auf neue Versionen umgestellt wird.

Server

Ein Server ist ein Computer, der rund um die Uhr läuft und Anfragen aus dem Internet beantwortet. Ruft jemand Ihre Webseite auf, liefert der Server die Seite aus. Schickt jemand eine E-Mail an Ihre Adresse, nimmt der Server sie entgegen. Physisch stehen diese Rechner in Rechenzentren: klimatisierte, gesicherte Gebäude mit Notstromversorgung und schnellen Internetanbindungen. Unsere Server stehen in Rechenzentren in Deutschland, was für den Datenschutz entscheidend ist, denn damit unterliegen Ihre Daten der DSGVO. Beim klassischen Webhosting teilen sich mehrere Kunden einen Server, was die Kosten niedrig hält. Für größere Projekte gibt es eigene Server mit garantierten Ressourcen.

SSL-Zertifikat

Ein SSL-Zertifikat sorgt dafür, dass die Verbindung zwischen dem Besucher und Ihrer Webseite verschlüsselt ist. Erkennbar ist das am Schloss-Symbol in der Adresszeile des Browsers und am „https" statt „http" vor der Adresse. Ohne Verschlüsselung könnten Dritte mitlesen, was zwischen Browser und Webseite übertragen wird, etwa Formulareingaben. Heute ist SSL Pflicht: Browser warnen vor unverschlüsselten Seiten und Google stuft sie im Ranking herab. Streng genommen heißt die aktuelle Technik TLS, aber der alte Name SSL hat sich im Sprachgebrauch gehalten. Bei uns ist das Zertifikat in jedem Paket enthalten und verlängert sich automatisch, sodass es nie unbemerkt ablaufen kann.

Webhosting

Webhosting bedeutet, dass ein Anbieter Speicherplatz und Rechenleistung auf einem Server bereitstellt, damit Ihre Webseite und Ihre E-Mail-Postfächer im Internet erreichbar sind. Dazu gehören im Idealfall auch die Dinge drumherum: die Verwaltung der Domain, das SSL-Zertifikat, regelmäßige Backups und Sicherheitsupdates für den Server. Der Unterschied zwischen den Anbietern liegt selten in der Technik, die Server ähneln sich, sondern in der Betreuung. Bei großen Anbietern verwalten Sie alles selbst über ein Kundenmenü. Bei einem betreuten Hosting wie unserem übernehmen wir diese Arbeit, und Sie greifen zum Telefon, wenn Sie etwas brauchen.

WordPress

WordPress ist das mit Abstand am weitesten verbreitete System zum Erstellen und Pflegen von Webseiten, ein sogenanntes Content-Management-System. Der große Vorteil: Inhalte lassen sich ohne Programmierkenntnisse ändern. Neue Texte, Bilder oder Öffnungszeiten pflegen viele unserer Kunden selbst ein. Design und Funktionen kommen über Themes und Plugins dazu. Die Kehrseite der Verbreitung: WordPress ist ein beliebtes Angriffsziel, und veraltete Plugins sind das häufigste Einfallstor. Deshalb gehören regelmäßige Updates und Backups zwingend dazu. Wer tiefer einsteigen möchte: Die medienplus GmbH bietet professionelle WordPress-Entwicklung an. In unserem Business-Paket ist der Server auf WordPress abgestimmt und die Basis-Pflege inklusive, damit Ihre Seite nicht nur heute läuft, sondern auch in drei Jahren noch sicher ist.

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